Der Baummarder
Porträt eines Baummarders
Flinker Geist des Waldes
Er ist ein akrobatischer Kletterer und ein heimlicher Jäger: Der Baummarder. Nachts legt er auf seinen Streifzügen 5 bis 7 Kilometer zurück und springt dabei mühelos von Krone zu Krone. Doch er braucht dafür große, alte und zusammenhängende Wälder – Lebensräume, die durch Straßen und Siedlungen immer seltener werden.
Oft wird er zu Unrecht verurteilt: Wenn Kabel im Auto zerbissen sind oder es auf dem Dachboden poltert, ist fast immer sein Cousin, der Steinmarder, am Werk. Der Baummarder hingegen ist scheu und meidet die Nähe des Menschen. Sein größtes Problem sind nicht wir, sondern unsere Infrastruktur, die seine Wanderwege zerschneidet.
Warum er Schutz braucht: Als Gesundheitspolizei des Waldes hält er Mäusepopulationen in Schach und verbreitet Samen. Um ihn zu erhalten, brauchen wir Vernetzung: Grünbrücken und Korridore zwischen Waldgebieten sind überlebenswichtig.
Ich selbst habe diesen wunderbaren Waldbewohner in freier Wildbahn noch nie gesehen – so gut versteht er es, sich zu verbergen. Diese Zeichnung ist daher mehr als ein Bild; sie ist ein Wunsch für den Erhalt einer Art, die wir selten sehen, aber schmerzlich vermissen würden.
Maße & Medium:
Medium: Faber Castell Polychromos
Papier: Lobome mixed medium
Größe: A5 (14,8 cm x 21,0 cm)